Berliner Skizzenbuch 1885 – Vom grünen Strand der Spree


Berliner Skizzenbuch 1885 – Vom grünen Strand der Spree

Artikel-Nr.: 978-3-86777-441-3

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von August Trinius, Reprint 1885 (neu gesetzt), Paperback mit 136 Seiten und 16 Abbildungen.

 

Einleitung:

Dies Skizzenbuch soll weder einen „Beitrag zur Geschichte Berlins“, noch eine „Ehrenrettung“ für das oft so lieblos geschmähte Spreeathen bedeuten. Das erste würde ich im Hinblick auf so viele kundige, weit berufenere Männer für eine Vermessenheit meinerseits erachten, das zweite für überflüssig. Berlin bedarf der „Ehrenrettungen“ nicht. Berlin und der Berliner sind weit besser,  als ihr Ruf.
Was die Natur der Reichshauptstadt vielleicht auch versagte, die Kunst hat mehr als doppelt diese Scharte ausgewetzt. Was aber den Berliner anbetrifft, so mag über dieses enfant terrible draußen im lieben deutschen Reiche denken, wie man will, es ändert nichts an seinem Werthe. Auch versteht es ja keiner so gut, wie er selbst, die eigenen Schwächen mit köstlicher Selbstironie zu geißeln. Vorlaut und unverfroren, kritisch und keck, hat er doch immer noch das Herz auf dem rechten Fleck gehabt. „Rasch im Urtheil, rasch im Wohlthun“! das ist sein Wahr- und Wahlspruch stets gewesen. Es giebt schwerlich einen zweiten Bürgerstamm, welcher die schöne Religion der Nächstenliebe so oft und reicht übt, wie es in Berlin geschieht. Nur verlange man keine sentimentale Thräne dabei. Das genirt nur.
Wenn ich einige Kapitel unserem wackeren Berliner Phahlbürgerthum widmete, so wird man, hoffe ich, bei der heutigen Leidenschaft für Anthropologie und sonstiges Buddelsystem in Wissenschaft und Litteratur, dies nur dankbar anerkennen. Der Pfahl- oder auch Spießbürger wird, so sehr auch sein Dasein einem Anachronismus in jeder Weltstadt gleichkommt, niemals aussterben; er ist unsterblich, wie die Götter, wie der göttliche Humor.
Sonst aber weht ein frischer, fröhlicher Zug durch die Reichshauptstadt und das Berliner Leben, der die Herzen weit macht und die Hände nicht müßig in dem Schooße ruhen läßt und mich mit Dankbarkeit für ein Schicksal erfüllt, dessen Woge mich Steuerlosen einst zu dem „grünen Strand der Spree“ hinübertrug.

Berlin, im Juni 1885.                                  August Trinius

 

 

Inhalt:
Vorwort von August Trinius 1885    5
Vorwort von Prof. Dr. Konrad Jörg Müller 2012    6

Berlin aus der Vogelperspektive    11
Berlin im Frühling    19
Berliner Hofmusik    23
Auf der Jannowitzbrücke    27
Das Berliner „Fräulein“    33
Berliner Luftkünstler    38
Berlin auf der Oberspree    43
Zeitungsnänien    49
Ein Berliner Wahllokal    54
Hochsommerfreuden    67
Berlin und seine Hasenhaide    72
Die Fischerbrücke    80
Nur ein Sonnenstrahl    85
Im Treptower Park    90
Mein Sargtischler    97
Berliner Hintertreppen-Litteratur    103
Herbst im Thiergarten    109
Berliner Sonntagsjäger    113
Berlin im Tannengrün    118
Die Burgstraße in Berlin    124

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