Thüringer Chronik bis 1842

Artikel-Nr.: 978-3-936030-89-1

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Von Heinrich Döring, Heinrich - 2. Reprintauflage 1842/2011, Festeinband mit 894 Seiten.

 

INHALT:

Erstes Buch (Seite 1-65) Urzeit Thüringens bis zum Tode Karls des Großen. Zweites Buch (Seite 66 - 130) Karls des Großen Tode bis zur Herrschaft der Kaiser aus dem sächsischen Hause u.d. ersten Marktgrafen. Drittes Buch (Seite 131 - 192) Von der sächsischen Kaiser und ersten Markgrafen Herrschaft bis zur Einführung der landgräfischen Würde in Thüringen. Viertes Buch (Seite 193 - 276) Von der Einführung der landgräfischen Würde in Thüringen bis zur Tode der heiligen Elisabeth. Fünftes Buch (Seite 277- 326) Von dem Tode der heiligen Elisabeth bis zum Anfall des Thüringerlandes an die Markgrafen von Meißen. Sechstes Buch (Seite 327 - 395) Anfall des Thüringerlandes an die Markgrafschaft Meißen bis zu Friedrich des Freudigen Tode. Siebentes Buch (Seite 396 - 449) Von Friedrich des Freudigen Tode bis zu dem thüringsch-hessischen Erbvertrag. Achtes Buch (Seite 450 - 516) Thüringisch-hessischen Erbvertrage bis zur Vertheilung des Thüringerlandes unter Friedrich`s des Sanftmütihigen Söhne, Ernst und Albert. Neuntes Buch (Seite 517 - 572) Von der Vertheilung des Thüringerlandes unter Fried-rich s des Sanftmütigen Söhne, Ernst und Albert, bis zum Bauernkrieg. Zehntes Buch (Seite 573 - 634) Von dem Bauernkriege bis zu Luthe s Tode Elftes Buch (Seite 635 - 692) Von Luther s Tode bis zur Landestheilung zwischen dem Herzog Johann Wilhelm u.seinen Bruderssöhnen. Zwölftes Buch (Seite 693 - 750) V.d.Landestheilung zwischen dem Herzog Johann Wilhelm und seinen Brudersöhnen bis zum Westphälischen Frieden. Dreizehntes Buch (Seite 751 - 818) Vom westphälischen Frieden bis zum Ausbruch des siebenjährigen Krieges. Vierzehntes Buch (Seite 819 - 878) Vom Ausbruch des siebenjährigen Krieges bis zur neusten Zeit (1842)

 

Einleitendes Vorwort

Sieben und zwanzig Jahre sind verflossen, seitdem eine wundersame Fügung des Himmels mich aus meiner Heimath, vom fernen Ostseestrande an die Ufer der Saale rief, und mich so dem Lande zurückgab, dem ich meiner Abstammung nach angehöre, und in welchem selbst mein Name noch wiederklingt.

Ich meine Thüringen, in alten Schriftdenkmalen Düringen oder Döringen geheißen. Ihr habt mich freundlich empfangen in eurer Mitte und ich habe viel Liebes und Gutes unter euch genossen. Das haben wohl auch manche Andere empfangen. Mir aber war es immer, als ob ich mich in irgend einer Weise dafür erkenntlich zeigen müsste, und oft sann ich darüber nach in einsamen Stunden.

Laßt mich meinen Dank abtragen mit dem vorliegenden Buche. Es ist die Frucht mehrjährigen Fleißes, und, wenn mich meine Eigenliebe nicht täuscht, mit der Sorgfalt entworfen und ausgeführt, die mir die Begeisterung für den gewählten Gegenstand einhauchte. Nach noch erhaltenen Zeitbüchern, Sagen, Liedern und andern Schriftdenkmalen habe ich versucht, diese Thüringer Chronik zu entwerfen, von dem vierten Jahrhundert an bis zur Gegenwart, von dem rohen Naturzustande des Volks als Jäger und Hirten in dem Waldgebirge und an den Ufern der Saale, der Gera und Werra bis zu der nach mannigfachen Kämpfen und wechselvollen Schicksalen errungenen Culturstufe im neunzehnten Jahrhundert. Mühevoll, aber reich belohnend war es für mich, zu forschen in den vaterländischen Geschichten, und den Geist der Ahnen hervorzurufen aus der Vergangenheit. Dabei begeisterte mich der Gedanke, in dem Leben und den Thaten der Väter, in ihrem Heldenmuth, ihrem Gemeinsinn, ihrem Patriotismus und ihren sonstigen löblichen Eigenschaften und Tugenden ein lebendiges Vorbild auszustellen, zur Ermunterung und Nachahmung für die Enkel. Tröstend und belehrend, aber auch warnend und drohend ist der Rückblick in vergangene Zeiten.  Die Geschichte eines Volks ist der treueste Spiegel menschlicher Tugenden und Schwächen. Sie zeigt in klarem Bilde, was der Einzelne mit Vernunft, Besonnenheit und Tugend erreicht, und was ihm misslungen durch Verkehrtheit, Leidenschaft und Ruchlosigkeit.

Kaum bedarf es noch eines Beweises, dass unter allen Völkern der Erde die Deutschen von jeher sich rühmlich hervorgethan durch Heldenmuth und Tapferkeit, durch Frömmigkeit, Redlichkeit, Treue und anderweitige Eigenschaften und Tugenden, die den Menschen wahrhaft adeln. Dieser allgemeine Grundcharakter des deutschen Volks ist ausgeprägt in jedem Stamm, am unverkennbarsten und herrlichsten aber unter den Bewohnern des Thüringerlandes. Ihre Geschichte zeigt, wie sie oft unterdrückt und eben so oft wieder befreit, nicht übermüthig geworden im Glück und nicht verzagt im Unglück, und wie sie drohenden Gefahren muthig Trotz geboten, in frommer Ergebung und mit festem Vertrauen auf des Himmels Schutz. Es giebt viele Völker, größer an Macht und Reichthum, aber wenige, die durch Redlichkeit und Tugend, durch treue Anhänglichkeit und Aufopferung für ihren Fürsten, durch Genügsamkeit und lang erhaltene Sitteneinfalt, sich so ausgezeichnet als die Thüringer. So möge denn ihre Geschichte, die diese Chronik treu und einfach erzählt, möge die Darstellung ihrer Kämpfe und Siege, das Gemälde ihrer Freuden und Leiden, die Schilderung ihrer Helden und Weisen zur Belehrung und Nachahmung dienen für alle Zeiten.

Sollte diese Chronik, wie es in dem Plan des Verfassers lag, ein allgemeines Volksbuch werden, ein werther Familienschatz, bestimmt, die Lehren einer mehrhundertjährigen Erfahrung getreulich zu vererben von dem Vater auf den Sohn und Enkel, so musste das Buch in der einfachen Schreibart und kindlichen Darstellungsweise abgefasst werden, die das Volk liebt, weil sie seinen Begriffen und Vorstellungen gemäß. Der Verfasser einer gleichzeitig begonnenen thüringischen Chronik hat diese Einfachheit durch den Glanz der Rede und durch einen schwülstigen Romanstyl zu überbieten gesucht, und eine ihm geneigte Partei hat auch die unerlaubtesten und gehässigsten Wege nicht verschmäht, durch Hervorhebung einiger von Druckfehlern entstellten Seiten, und durch andere unbegründete Ausstellungen, die vorliegende Chronik als ein flüchtig gearbeitetes und unkritisches Werk in Verruf zu bringen. Den eingeschlichenen Druckfehlern ist durch Cartons abgeholfen worden. Neid und Missgunst aber bestrafen sich meistens selbst, und es ist, als ob auf Werken, die durch solche Mittel sich geltend zu machen suchen, gar kein rechter Segen ruhe. So ist denn jene Chronik nach geraumer Zeit nicht weiter gediehen, als bis zum ersten Heft, während das vorliegende Buch fröhlich fortgeschritten und sein vorgestecktes Ziel erreicht hat. Angriffe dieser Art, aus der unlautersten Quelle geflossen und überreichlich gespendet in der Arnstädter Zeitschrift Thuringia, die durch solche Mittel eine Bedeutsamkeit zu gewinnen, und ihr kurzes Dasein zu fristen sucht, können dem unterzeichneten Verfasser schwerlich schaden in der Achtung des Publikums, auf die er stolz ist, und die er nie leichtsinnig verscherzt zu haben glaubt. Von dem wahren Beruf eines Autors hat er eine zu hohe Meinung und eine zu bescheidene von sich und seinen Talenten, als dass er hier einer Vertheidigung seiner Schriften und namentlich dieser Chronik bedürfte. Er übergiebt sie ohne alle Ansprüche der Zeit und Billigkeit des Publikums.

Jena im Februar 1842 -  Dr. Heinrich Döring.

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