Chronik der Gemeinde Wiegleben in Thüringen von den Anfängen bis 2001

Artikel-Nr.: 978-3-934748-82-8

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Autoren: Zusammengestellt von Harald Rockstuhl und Hans Helbing auf der Grundlage des Wissens aller Generationen des Dorfes Wiegleben. Festeinband mit 464 Seiten und 150 Fotos und Abbildungen. 1. Auflage 2001

 

VORWORT: 

Werte Einwohner von Wiegleben! Mit diesen Aufzeichnungen wollen wir ein Stück zu Bestehendem und Vergangenem beitragen. Die Einordnung von Ortsbewohnern in die jeweiligen Wohnhäuser Wieglebens haben wir nach langen und sorgfältigen Überlegungen gewählt. Wir weichen damit von der Erarbeitung des A r n o Trübenbach ab (Beiträge zur Chronik, 1928; Sippenbuch, 1954). Hiermit wollen wir aber seine Arbeit genauso fortführen wie die Arbeit von Otto Meldau (Beiträge zur Chronik, 1985). Unsere Arbeit umfasst etwa die Zeit von 1945 bis 2001, darf aber nicht als lückenlos angesehen werden. Es ist die Zeit nach dem 2. Weltkrieg, mit einer der größten V ö lkerwanderungen der Neuzeit, die auch den Ort Wiegleben mitgeprägt hat. Es ist die Nachkriegszeit, die DDR-Zeit und die Zeit nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1990. Jeder kann bei seinem Haus selbst Nachtragungen vornehmen. Zu danken haben wir der Arbeitsloseninitiative Thüringen e. V., dem Stadtarchiv Bad Langensalza, der Stadtverwaltung Bad L a ngensalza, dem Ministerium für Wissenschaft, Thüringens Sparkassenstiftung des Unstrut-Hainich-Kreises und zahlreichen Einzelpersonen für ihre Unterstützung. Wir hoffen, dass in Zukunft diese Beiträge als nutzbringendes Nachschlagewerk oft und mit Freude gelesen wird. Wiegleben, den 08.08.2001

 

Diese Chronik von Wiegleben haben drei Generationen von Wieglebern geschrieben. Dieses Buch kann man getrost als das geballte Wissen von Generationen über die Gemeinde Wiegleben bezeichnen. Zweifellos hat Arno Trübenbach die Fundamente und das Fach- werk errichtet. Aber Otto Meldau und Hans Helbing haben dieses Haus vollendet. Und trotzdem, ich hatte in der Vorbereitung den Eindruck, das bald alle Wiegleber Familien so oder so an diesem Werk ihren Anteil einbrachten. Diese Chronik ist etwas ganz besonderes geworden. Als Arno Trübenbach 1928 seine große Chronik vollendete, schrieb er am 1. September 1928: Wenn ich den Wandrer frage: Wo ziehst du hin? Nach Hause, nach Hause , spricht er mit frohem Sinn. So singt der heimatliebende Dichter. Ihm werden wohl alle beistimmen, die eine Heimat haben und sie schätzen. Wer seine Heimat liebt, wird auch gern etwas von ihre r geschichtlichen Ve rgangenheit erfahren wollen. Städte haben längst ihre Chroniken , Dörfer in den meisten Fällen noch nicht. Freilich sind über diese Nachrichten aus älterer Zeit nicht in dem Maße vorhanden wie bei den Städten. Darum erw a rte man keine umfangreiche Chronik. Auch mußte ich mit Rücksicht auf die Kosten des Druckes den Umfang der Chronik beschränken. Trotzdem habe ich versucht, alles zu erraffen, was zwecks Zusammenstellung einer Geschichte Wieglebens wertvoll sein konnte. Einige Jahre später ergänzte er sein gewaltiges erstes Werk. Damals schrieb er dazu: Diese Chronik schließt sich an die von mir verfaßte Chronik von Wiegleben an. Während in letzterer versucht wurde, die örtlichen Ereignisse in den Verlauf der Landesgeschichte einzugliedern, enthält diese Chronik nur die besonderen Nachrichten der einzelnen Orte. Diese Maßnahme war geboten, um die Druckkosten und damit den Preis des einzelnen Buches möglichst niedrig zu halten, damit ich nicht größere Beträge zuzusetzen habe, wie es mir bei meinen bisherigen Büchern erging. Ortschroniken haben nur kleinere Absatzgebiete . Wer mehr über den geschichtlichen Zusammenhang unterrichtet sein möchte, wird auf die Wiegleber Chronik verwiesen. Ich habe versucht, in den einzelnen A rchiven und Bibliotheken alle Nachrichten zu erfassen, die für die Geschichte der einzelnen Orte wertvoll sein konnten. Das Buch kann natürlich nicht als vollständige Chronik gelten, sondern als ein Versuch, alte Nachrichten zu sammeln und den jetzt lebenden und den späteren Geschlechtern zugänglich zu machen. Der Hauptzweck ist dabei, die Liebe zur Heimat zu wecken, eine Bindung zwischen der Heimat und den aus der Heimat Abgewanderten aufrecht zu erhalten . Vielleicht findet manche Gemeinde ein geschichtliches Ereignis in der Chronik erwähnt, um es zum Anlaß eines Heimatfestes zu machen. Für die bereitwilligst gewährte Einsicht in die Akten der Archive und in einige Bücher der Bibliotheken spreche ich meinen besten Dank aus. Familiengeschichtsforscher werden auf den Nachtrag zur Statistik der Stammtafeln von Wiegleben aufmerksam gemacht. Wer war jener Arno Trübenbach, der in allen Gemeinden des Langensalzaer Altkreises seine Spuren in Form von kleinen Chroniken hinterließ. Geboren wurde er am 17. Mai 1888 in Wiegleben. .... ...  

 

Zum Westgau gehörten u. a. die Orte Wangenheim, Brüheim, Sonneborn, Tüngeda, Lupnitz, Großenbehringen, Sättelstädt, Flarchheim und Tennstedt. Wiegleben lag wahrscheinlich an der Nordgrenze des südthüringisch-fränkischen Gaues. Bestimmtes ist darüber nicht festzustellen, da es noch keine festumzogenen Grenzen gab. Besitzungen von Landes- und Grundherren lagen oft sehr durcheinander. Im elften Jahrhundert kam Wiegleben mit unter die Herrschaft der Landgrafen von Thüringen , deren Hauptsitz die Wartburg war. Im Jahre 1347 übert rug Landgraf Friedrich II. von Thüringen den Herren von Salza einige Güter in Aschara, Eckardtsleben, Zimmern und Wiegleben zu Lehen. Im Jahre 1374 wurde den Herren von Salza auch das Halsgericht in diesen Orten zugesprochen. Als die Herren von Salza im Jahre 1406 ausstarben, kamen die genannten Orte wieder unter die Hoheit der Landgrafen von Thüringen. Am 27. Dezember 1416 verpfändet Landgraf Friedrich dem Ritter Jakob von Wangenheim das Dorf Wiegleben mit Zubehör für eine Schuld von 545 Gulden, welche Jakob vo n Wangenheim für haltunge des Slossis Heynegk vnd vor gebuwede vff denselbin slosse Henegke , für Pferde, Waffen, Befestigungen, welche Jakobs Vater und er selbst beschaftt haben und für mancherlei Einbuße zu fordern hatte. Im Jahre 1428 wird vom Landgrafen Friedrich die Verpfändung Wieglebens an Jakob von Wangenheim und seine Söhne ausgesprochen. Die Schulden des Landgrafen beim Ritter von Wangenheim betragen jetzt 830 Gulden. Der Landgraf behält sich vor, Wiegleben später zurückkaufen. Im Jahre 1465 verschreibt Ritter Claus von Wangenheim 12 Gulden jährliche Zinsen für 150 Gulden Kapital auf Wiegleben. Diese Zinsen sind an die Frauen-Stiftskirche in Eisenach zu zahlen. Im Jahre 1472 verschreibt Claus von Wangenheim 4 Gulden jährliche Zinsen im Dorfe Wiegleben an die Frauen-Stiftskirche in Eisenach. Im Jahre 1484 wurde Wiegleben wieder herzoglicher Besitz, da die Ritter von Wangen- heim durch die Herzöge Ernst und Albert von Sachsen abgefunden worden waren. Die Frauen-Stiftskirche kündigte den Rittern von Wangenheim das Wiegleber Kapital, und diese mußten es abtragen. Von 1485 bis 1640 gehörte Wiegleben mit zur Herrschaft der ernestinischen Linie der Herzöge von Sachsen. Vom Jahre 1485 ab wurde Wiegleben wieder Grenzort. Im Jahre 1640 kam es unter die Herrschaft der Herzöge von Gotha-Altenburg und im Jahre 1825 unter diejenige der Herzöge von Gotha. Seit 1918 gehört es zu Thüringen. Otto Meldau setzte das Lebenswerk von Arno Trübenbach fort. Im Vorwort seiner 1985 herausgegebenen Broschüre schrieb er am 21. März 1981: In diesem kleinen Buch sind zur Weiterführung der Beiträge zur Chronik von Wiegleben die wichtigsten Ereignisse der letzten 50 Jahre niedergeschrieben. Über den Ursprung des Dorfes und dessen geschichtliche Entwicklung bis zum Jahr 1928 hat Arno Trübenbach in seiner Dorfchronik aufschluß reich berichtet. Einige Angaben sind in diesem Buch aus seinem Werkentnommen. Für das Quellenmaterial, das mir zur Weiterführung der Dorfchronik von den Einwohnern der Gemeinde Wiegleben zur Verfügung gestellt wurde, darf ich meinen besten Dank aussprechen. Hans Helbing ist es nun zu verdanken, das wir an diesem Punkt des Buches angekommen sind. Er ergänzte weiter.

Bad Langensalza im August 2001

Harald Rockstuhl

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