Nachrichten von der Stadt Ohrdruf und deren nächsten Umgegend 724–1631


Nachrichten von der Stadt Ohrdruf und deren nächsten Umgegend 724–1631

Artikel-Nr.: 978-3-934748-09-5

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Von der frühesten Zeit bis zum Aussterben der Grafen von Gleichen 724–1631 – Von Friedrich Krügelstein, Reprint 1844/2010, Festeinband mit 652 Seiten - 21 x 14,7 cm.

 

Das ursprünglich von 1844-1846 in 3 Heften erschienene Werk behandelt in drei Perioden die Zeit von 724 bis 1631. - 1.Periode: Die Hersfeldisch-Kefernburgische Zeit von 724 bis 1332. - 2.Periode: Ohrdruf unter den Grafen von Gleichen in der Zeit der katholischen Kirchenverfassung 1332 bis 1525. - 3.Periode: Von der Einführung der Reformation bis zum Aussterben der Gräflich Gleichischen Familie 1525 bis 1631.

 

Aus dem Nachwort von Peter Cramer und  Manfred Ständer:

Die Ihnen als Reprintausgabe vorliegenden „Nachrichten von der Stadt Ohrdruf und deren nächsten Umgebung von der ersten Zeit bis zum Aussterben der Grafen von Gleichen 724 bis 1631“ von Johann Friedrich Krügelstein ist für Chronisten und Heimatforscher eine wertvolle Überlieferung von gut recherchierten Aufzeichnungen zur Geschichte der Stadt Ohrdruf und der Region.

Johann Friedrich Krügelstein, geb. 1738 in Gotha, gestorben 1813 in Ohrdruf kam 1761 als Landphysicus von Gotha nach Ohrdruf und wohnte am Bonifatiusplatz 3, dem damaligen Endleich. Johann Friedrich Krügelstein hatte 11 Kinder.

Fürst Heinrich August Wilhelm von Hohenlohe ernannte Krügelstein 1766 zu seinem Hofmedicus.
Er wurde vierter Bürgermeister (die Ohrdrufer Verfassung vor 1740 nennt 6 Bürgermeister und von 1740 an nur noch 4). Heute sind diese mit den Beigeordneten zu vergleichen.
Seine besondere Sorge galt den Finanzen, dem Stadtwald und der Feuersicherheit.

In den Jahren 1798, 1799 und 1800 erschien beim Voss Verlag in Leipzig J.F. Krügelsteins „Vollständiges System der Feuerpolizeywissenschaften“. Mit diesem Buch schuf er  ein  Standardwerk, dass bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts Gültigkeit für die Feuerwehren in ganz Deutschland hatte. (In der Forschungsbibliothek Gotha sind die Bände 1 und 2 vorhanden).

Anlass für diese Buch war sicher auch der große Stadtbrand in seiner Heimatstadt Ohrdruf im Jahre 1753. Bei der Abhandlung der einzelnen Kapitel wird immer wieder Bezug auf die in Ohrdruf gesammelten Erfahrungen genommen. Die beim Wiederaufbau der Stadt gemachten Fehler werden schonungslos aufgedeckt.

In den Hungerjahren zwischen 1771 und 1772 wirkte er unermüdlich als Arzt und unterstützte die Ärmsten, indem er eine Zeitschrift mit dem Titel „Beherzigung der Zeit“ herausgab, deren Erträge restlos den Armen zur Verfügung gestellt werden sollten.
In seinem Testament bestimmte er, dass aus dem überschüssigen Geld eine Krankenanstalt gegründet werden sollte.1817 wurde dieser Plan von seinem Sohn und Nachfolger Franz Christian Carl verwirklicht.Das erste Krankenhaus in Ohrdruf befand sich im Winkel 5 -7 und ist als Gebäude noch heute vorhanden.

In der Zeit von 1788 bis 1792 archivierte Krügelstein mit seinen 3 ältesten Söhnen das Ohrdrufer Archiv mit seinen Akten, Urkunden und Protokollen und legte sog. Repertorien an, welche noch heute vorhanden sind. Das historische Stadtarchiv von Ohrdruf ist in den meisten Beständen noch heute nach der Krügelsteinschen Ordnung  inventarisiert.

In den Kriegsjahren 1806 - 1813 war er erster Bürgermeister von Ohrdruf.
Krügelstein bezeichnet sich 1807 als adjungierter Amts- und Stadt-Physiker zu Ohrdruf,
1807 schrieb er das „Handbuch der allgemeinen Krankenpflege“.
1808 erlebte er den zweiten großen Stadtbrand von Ohrdruf, bei welchem das Rathaus und die Michaeliskirche zerstört wurden. Krügelstein soll, obwohl er durch einen Unfall gehbehindert war, einen großen Teil von Akten aus dem bereits brennenden Rathaus gerettet haben.
Krügelstein spendete Geld aus seinem Vermögen und verkaufte seine Gedichtsammlung zu Gunsten des Wiederaufbaus der Ohrdrufer St. Michaeliskirche.
1810 ernannte ihn der Herzog zum „herzoglichen Rat“.

Am 26. Juli 1813 verstarb Johann Friedrich Krügelstein in Ohrdruf.

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