Sächsische Volkssagen - 1863––1868


Sächsische Volkssagen - 1863––1868

Artikel-Nr.: 978-3-86777-065-1

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von Robert Wolfram, Paperback mit 192 Seiten, Reprint – unveränderter Nachdruck.

 

 

Inhalt Band 1 und 2

Band 1

Der Stelzenbaum    1
Daniel Knappe, der Entdecker der Silbergruben
     im Schreckenberge bei Annaberg    19
Die große Linde auf dem Gottesacker zu Annaberg    27
Der gute Brunnen bei Affalter    29
Die Tellerhäuser bei Oberwiesenthal    39
Der Lindwurm in der Gegend des jetzigen Leipzig    58
Das Schlossfräulein auf der Dobenau,
   die Bruderfichte und die Kapelle bei Reusa    69
Der Goldkeller und die Wunderblume auf dem löbauer Berge    75


Band 2

Der Fähndrich von Schrfenberg    3
Die letzte Schwester auf dem Kapellenberge bei Schönberg    9
Der Käthchenstein bei Annaberg    14
Der Kärrner zu Stollberg    29
Die alte Mordgrube bei Freiberg    43
Die Oswalds- oder Tutelskirche bei Elterlein    49
Oswald Barthel’s lange Schicht    56
Der Einsiedler Dippold und seine Klause bei Dippoldiswalda    69
Das Goldschiffchen in der Kirche zu Ebersdorf bei Chemnitz    77
Die Kirchthürme in Greifenhain    87

 

 

Vorwort.

Sagen enthalten neben dem Wahren viel Unwahres, neben dem Möglichen viel Unmögliches. Sie haben theils geschichtliche Grundlage, theils sind sie Erzeugnisse menschlicher Einbildungskraf. — Wer heut’ zu Tage eine gehörte oder gelesene Sage Wort für Wort glauben wollte, der würde von jedem vernünftigen Menschen als abergläubisch verlacht werden; denn jetzt fällt es wohl keinem Gebildeten mehr ein, große Schlangen oder Krokodile zu Lindwürmern, feurige Lufterscheinungen zu Drachen und Kobolden und den vom Winde fortgetragenen Blüthenstaub zum Schwefelregen zu machen, oder überhaupt in natürlichen Erscheinungen etwas Wunderbares zu suchen. Daher haben auch die frühern Vorstellungen vom gehörnten, pferdehufigen Teufel und seinen schwarzen Höllengeistern, sowie von Hexen und Wahrsagern, von Zwergen, Berggeistern, Nixen und Feen längst ihre Geltung verloren. — Phantasiegebilde dieser Art erfüllten in vergangenen Jahrhunderten die Menschen mit Furcht und Entsetzen, werden aber in der Gegenwart von jedem Verständigen mit Recht in das Reich der Märchen verwiesen. Und grade solche Gebilde machen einen Theil unsrer, von unsern Vorfahren ererbten Volkssagen aus. Demohngeachtet haben diese Sagen für uns ganz besondern Werth; denn sie führen uns nicht blos zu den Sitten und Gebräuchen längst vergangener Zeiten zurück, sondern sie geben uns auch Einblicke in die Denk- und Handlungsweise unsrer Vorfahren und führen in Wahrheit und Dichtung den Beweis, daß Unglaube, Heuchelei und Bosheit schwere Vergeltung nach sich ziehen, frommer Glaube, festes Vertrauen und strenge Rechtschaffenheit aber stets ihren Lohn finden. — Durch die Sagen werden uns übrigens Geschlechter, Namen, Kirchen, Burgen, Ruinen und Denksteine, sowie Quellen, Gewässer, Felder, Wälder, Wege und Stege doppelt interessant, und gern stehen wir mit lauschenden Ohren an den Punkten still, wo eine „wundersame Mär“ aus alter Zeit in die Gegenwart herüber klingt.
Gnügt den freundlichen Lesern unsre einfache Erzählungsweise, dann gedenken wir bei ihnen mit der Fortsetzung der sächsischen Sagen später wieder einzusprechen. Bis dahin herzlichen Gruß! —
Borna, 1862.

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