Fliegerhorst Langensalza 1937–1947


Fliegerhorst Langensalza 1937–1947

Artikel-Nr.: 978-3-86777-056-9

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346 Seiten mit  452 Abbildungen, darunter 406 schwarz-weiße und 38 farbige Fotos, 8 Zeichnungen.
2. umfassend überarbeitete und erweiterte Auflage 2011


INHALT ---
Vorwort    6
Vorwort zur 2. Auflage  Günther Sinnecker, Berlin 8   
Zeittafel – Fliegerhorst Langensalza    9
Lageplan des Fliegerhorstes    10
Zeittafel – Fortsetzung    13
Das Luftwaffenprogramm Hitlers –Fliegerschulen, Fliegerhorste, Einsatzhäfen
Der Fliegerhorst Langensalza    13    
Der geheime Aufbau der Luftwaffe 19
9. Mai 1944. US-Aufklärungsflug über Langensalza                20
Das Sturzkampfflugzeug wird entwickelt          23
Die Fliegergruppe Schwerin    26
Langensalza grüßt seine Flieger!     27
Die III./St. G.2 „Immelmann“    30
Streckenflug für die Fluglehrer    48
Langensalza und der Fliegerhorst     73
Musikkorps des Fliegerhorstes    74
Der Kriegsausbruch                  75
Bilder des Krieges     104
Flugschüler    116
Fliegeranwärterbataillon „Monte Rosa“    123
Vom Fluganwärter zum Flugzeugführer    124
Leitungsstruktur der Flugzeugführerschule A/B  42 Langensalza      132
Die Arbeitsplätze Esperstedt und Wenigenlupnitz                        136
Arbeitsplatz Esperstedt    137In memoriam Horst Prenzel    162
Flugunfälle an der Flugzeugführerschule A/B 42 Langensalza     171
Suchscheinwerfer über Berlin         174
Die I. Gruppe des Nachtjagdgeschwaders 2     180
Der Funkpeiler des Fliegerhorstes Langensalza              182
Bombenterror    186Hauptmann Heinz Rökker    187
Die Bomber der Royal Air Force (RAF)    192
Langensalzaer Episoden    194
Unteroffizier Walter Reichenberger    196
Der Tieffliegerangriff vom 12. Mai 1944    196
Resümee    203
Anhang: Nachtjagdflugzeuge der deutschen Luftwaffe              206
Fliegerhorst Langensalza – Die Umstrukturierung    208
Die Werft    209
Die Lehrlingsausbildung    214
Die Zivilbeschäftigten (Gefolgschaft)     223
Der Bau des Lastenseglers Gotha Go 242    229
Die Langenwerke-AG – Flugzeugbau-Zweigwerk Langensalza     233
Vertragsverhandlungen    235
Fremd- und Zwangsarbeiter    238
Junkers und Reichsluftfahrtministerium    245
Die Bauarbeiten    252
Die Fertigung der Junkers Ju 88 G1/G6     260
Die Zerstörung der Infrastruktur        263
Gefallene Flieger auf dem Ehrenfriedhof der Stadt Langensalza    265
11. September 1944 –Die Luftschlacht im mitteldeutschen Raum 269
Absturzstellen nach Luftkämpfen am 11. September 1944  273
Die Truppenerprobung des Gerätes „Krebs“ Die 3. Staffel der Jagdgruppe 10    278
Absturz einer P-51 in der Nähe von Nägelstedt                 282
16. März 1945.US-Aufklärungsflüge über Langensalza                 286
Die Besetzung durch die amerikanischen Streitkräfte              288
Flugzeuge  der amerikanischen Luftwaffe – USAF in Langensalza     294
Zu den Scheinflugplätzen    295
22. Juli 1945. Luftaufnahme vom Fliegerhorst Langensalza          296
Die Zerstörung    297
8. Juli 1945. Einmarsch der Roten Armee      298
Quellen- und Literaturhinweise    305
Danke!    308Signierte Flugzeugmodelle    310
Gewerbegebiet Nord „Am Fliegerhorst“ 2005/2009                 312
Buchpremiere 2005 1. Auflage    318
Historische Schriften zur Luftfahrt    320

VORWORT: ---
In vielen Gesprächen zur Geschichte des Fliegerhorstes Langensalza, die ich mit Fliegerkameraden, Freunden und ehemaligen Angehörigen der deutschen Luftwaffe führte, bat man mich, dieses Wissen in einer Dokumentation zusammen zu fassen.Es wird kein „vollständiges Bild“ dieser ehemaligen militärischen Einrichtung der deutschen Luftwaffe geben, die wesentlichsten Gründe sind: Auf Anweisung des Oberbefehlshabers der Luftwaffe vernichtete man in den letzten Tagen des Krieges die Kriegstagebücher der Luftwaffe. Nach der Besetzung des Fliegerhorstes durch die amerikanischen Streitkräfte gingen vorhandene Unterlagen verloren. In den regionalen Archiven war ein Interesse an dieser Vergangenheit während der DDR-Zeit nicht gewollt. Dem Engagement früherer Bediensteter ist es zu verdanken, dass es überhaupt noch Hinweise auf den Fliegerhorst gibt. Das Kapitel Demontage dieser militärischen Einrichtung muss natürlich auch aus kritischer Sicht betrachtet werden. Suchen nach Zeitzeugen, Prüfen der Aussagen, ein Jahrzehnt des Zusammentragens von Bruchstücken, mühsames Zusammenfügen der Erkenntnisse und ein vorsichtiges Bewegen auf einem schmalen, sensiblen Grat. Die Zeit lässt diese tiefen Wunden nicht so schnell verheilen. Dennoch sollte es erlaubt sein, die Geschichte einer militärischen Einrichtung jener Zeit hier darzulegen, zurückzubringen in das Bewusstsein von heute. Wenn die letzten Zeitzeugen nicht mehr sind, ist uns die Möglichkeit der Überprüfbarkeit genommen. Es ist nicht mehr möglich, auch nur in Ansätzen über das Baugeschehen lückenlos zu berichten. Bauunterlagen, die über die Objekte Auskunft geben könnten, sind unwiederbringlich verloren gegangen. In vielen Einzelgesprächen mit ehemaligen Bauleuten, Verwaltungsangestellten und Fachleuten, ergibt sich ein bescheidenes Bild der gesamten Anlage.Das betrifft ebenso die Rolle des Fliegerhorstes bei der Montage des Lastenseglers Go 242. Durch einen Beschluss des Reichsluftfahrtministeriums wurde der Fliegerhorst Langensalza, für die Fertigung der Junkers Ju 352 zugewiesen. Die Produktionsstätte lief unter dem Decknamen Langenwerke-AG.Bis zur Besetzung durch die amerikanischen Truppen montierte man die Junkers Ju 88 G1 bis G 6. Der Fliegerhorst Langensalza war Friedensstandort der III/Gruppe des Stukageschwaders 2 „Immelmann“, Standort der Flugzeugführerschule A/B 42 und immanenter Teil der Reichsverteidigung und für kurze Zeit Absprunghafen der I. Gruppe des Nachtjagdgeschwaders 2. Im Kampf gegen die amerikanischen Bomberverbände während der so genannten Treibstoffoffensive, fanden auf dem Ehrengräberfeld der Stadt Langensalza deutsche Jagdflieger ihre letzte Ruhestätte. Von den hier stationierten Fliegern und Angehörigen des technischen Personals sind nur wenige geblieben. Mit Angehörigen der 8. Staffel des Stukageschwaders 2 „Immelmann“ bestehen bis heute enge Verbindungen. Eine besondere Fliegerkameradschaft bestand mit Valerian Dill aus Salem. Seinen Fotoapparat trug er bis zur Gefangennahme bei sich. Die vielen Fotografien aus der Langensalzaer Zeit stellte sein Sohn Gero Dill für das Vorhaben zur Verfügung. Herr Theo Plote (Neu Beckum) gehörte zum technischen Personal der 8. Staffel. Er drehte mit seiner Schmalfilmkamera von allen Einsatzgebieten der Staffel und produzierte daraus einen Film. Szenenbilder aus diesem Filmdokument werden erstmalig der Öffentlichkeit in dem Kapitel über die 8. Staffel des Stukageschwaders 2 „Immelmann“ zugänglich gemacht.Herr Oberingenieur Günter Sinnecker, Berlin, war als Fluglehrer der Flugzeugführerschule A/B 42 Langensalza eingesetzt. Er dokumentierte seine Tätigkeit auf dem Flugfeld und im Cockpit in einem Schmalfilm, beeindruckende Szenenfotos runden dieses Bild ab. Persönliche Dokumente aus seinem Fliegerleben sind hier erstmalig veröffentlicht. Herr Helmut Krumbholz, Wickerstedt bei Apolda, erwarb hier den Luftwaffenflugzeugführerschein. Die Kopien aus seinem Flugbuch und andere Dokumente geben einen Einblick über die Flugzeugführerausbildung.Als Fluglehrer war auch Herr Dr. Karl Schick aus Metzingen in Langensalza eingesetzt. Die Herren Dr. Adolf Kaiser und Heinz Rökker, Staffelkapitäne des Nachtjagdgeschwaders 2 waren von März bis Mai 1944 in Langensalza stationiert und flogen von hier aus mit den Staffeln ihre Einsätze gegen die britischen Bomberverbände. In den persönlichen Gesprächen mit Ihnen machten sie mir Mut und sicherten mir ihre Unterstützung zu. So konnte diese Chronik auf ein solides Fundament gestellt werden. Das gilt gleichsam auch für die Mitwirkung vieler Bürger aus der Region.Im Buch finden wir interessante Fotos, welche nach der Eroberung des Fliegerhors-tes Langensalza von amerikanischer Seite aufgenommen wurden. Wir haben zu diesen Fotos die jeweiligen Sammlungen und Quellen geschrieben. Durch Nachforschungen der Historiker Eduard Fritze (Die letzten Kriegstage im Eichsfeld und im Raum Mühlhausen vom 3. bis 10. April 1945, Ausgabe 2002) und Harald Rockstuhl (Der Kampf um Ufhoven und Langensalza 1945, Ausgabe 2005) konnte ermittelt werden, dass der größte Teil dieser Fotos von Charles Eugene Sumners, Angehöriger der 166th Photo Signal Company, fotografiert wurden. Charles Eugene Sumners weilte am 10. April 1945 – im Auftrag der US-Armee – auf dem Fliegerhorst Langensalza. Er hatte den Auftrag eine Fotodokumentation über den Fliegerhorst zu erstellen. Tage zuvor, am 4. April 1945, fotografierte er in Oberdorla eines der bekanntesten Fotos des Zweiten Weltkrieges („Best 100 Photos of the Europa Theaters“). Siehe Abbildung! Er war in jenen Tagen mit dem späteren Hollywood-Regisseur Russell Albion Meyer unterwegs, der damals zahlreiche Filme über die Kämpfe in Deutschland drehte. Aus „Darkness Visible – Memoir of a World War II Combat Photographer von Charles Eugene Sumners, Ausgabe 2002“. Soweit diese neuen Erkenntnisse.Das Buch erhebt in keiner Weise Anspruch auf eine Vollständigkeit in der Wiedergabe von Geschehen und Abläufen, die im Zusammenhang mit dem Fliegerhorst Langensalza stehen. Aussagen von Zeitzeugen sind besonders hervorgehoben. Die zahlreichen Hinweise von Lesern wurden aufgenommen und in den einzelnen Kapiteln eingearbeitet. Allein auf Grund der strikten militärischen Geheimhaltung bestimmter Produktionsabläufe und -ziffern, sind noch viele Fragen zum Flugzeugbau-Zweigwerk Langensalza offen. ---
Kirchheilingen, im November 2010 Hans-Joachim Blankenburg

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