Thüringen – Mein Leben und meine Zeit 1871–1998


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Thüringen – Mein Leben und meine Zeit 1871–1998

Artikel-Nr.: 978-3-932554-23-0

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Kradschützen-Ersatzbatallion 1 Meiningen-Afrikafeldzug mit Rommel-Gefangenschaft USA - Leben in der DDR – Horst Siebert, Festeinband mit 168 S. u. 44  Abb.

 

Inhalt:

Vorgeschichte 5
Mein Eintritt in die Welt und meine Kindheit 8
Lehr- und Arbeitsjahre - Erste Reisen - Unheilvolle Politik 24
Soldatenzeit - Mein Feldzug in Afrika 44
Was ich als Kriegsgefangener in Amerika erlebte, sah und hörte 66
Ein Jahr in England - Heimkehr 89
Wieder auf deutschem Boden 100
Das Kriegsende in Zeulenroda 104
Der Neuanfang daheim 105
Eigene Familie - Edeltraut und unser Sohn Manfred -
Die neue Scheune 111
Mit Vater in die alte Heimat - Meine Schwester Elise 116
Die LPG - Edeltraut wird Eisenbahnerin - Vaters letzte Tage -
Die deutsche Mauer - Unser Trabbi 122
Unsere Wasserversorgung - Menschen auf dem Mond -
Krankheiten 127
Die neue Arbeit - Manfreds Heirat -
Hausrenovierung - Urlaubserlebnisse - Unser Enkelchen Isabel 131
Ich werde Eisenbahner - Edeltrauts schweres Leiden 137
Kaukasusreise - Operation 140
Es knistert im Gebälk der DDR - Die deutsche Wiedervereinigung 146
Wiedersehen mit Afrika - Vom Wüstenrande zum Eismeerstrande 149
Die Zeit nach der Wende 155
Ausklang 160

 

Aus dem Vorwort

Als mein Vater, geb. 1871, ein alter Mann geworden war, bat ich ihn, mir seine Lebensgeschichte aufzuschreiben; ein Wunsch, den er mir in hohem Alter noch erfüllt hat. Die „Chronik der Familie Siebert“ ist daraus geworden. Neben der Lebensbeschreibung meines Vaters enthält sie alles, was über seine Vorfahren und die Ausbreitung der Familie bekannt ist.
Nun bin ich selber alt geworden und es wäre an mir, meine eigene Geschichte aufzuschreiben und seine Arbeit fortzusetzen. Lange habe ich damit gezögert. Wird es denn auch mal jemanden interessieren? Die heutige Zeit ist schnellebig und weniger beschaulich als früher. Vergangenes ist schnell vergessen. Aber ich habe ein Dreivierteljahrhundert bewußt miterlebt und immer gut beobachtet. Die Welt hat sich in dieser Zeit gewaltig verändert. Mehrmals schwankte sie in ihren Grundvesten. ...

 

Soldatenzeit - Mein Feldzug in Afrika (Auszug):
Am 4. Juli 1942 hatte ich mich laut Einberufungsbefehl beim Kradschützen-Ersatzbatallion 1 in Meiningen zu melden. Alle Züge waren an diesem Tage voller Rekruten, die zu ihren Kasernen einrücken mußten. Die Stimmung war: Galgenhumor. Unsere Ausbilder waren Leute, die sich durch gute „Ausbildungsergebnisse“ in der Heimat halten wollten. Sie haben uns furchtbar schikaniert. Sie behaupteten, wir seien die dümmsten und ungeschicktesten Rekruten, die sie je gehabt hätten. Aus der Kaserne durften wir nicht heraus; wir würden die ganze Wehrmacht blamieren, sagten sie. Obwohl ich - von meiner Radfahrleidenschaft abgesehen - nicht besonders sportlich war, kam ich gut durch. Wer hier nämlich einmal auffiel, der wurde seines Lebens bei diesem Haufen nicht mehr froh. Nach vier Wochen Ausbildung kam ein Befehl, wir sollten alle auf Tropendiensttauglichkeit untersucht werden. Meine Kompanie war 600 Mann stark. Es standen nicht zwei Betten über-
einander, sondern vier. Trotzdem war in der Kaserne jeder Winkel belegt. Ein Teil wohnte in Baracken. Von den 600 Mann wurden nur zwei als voll tropendiensttauglich befunden, vom Batallion waren es acht. Und ich gehörte dazu!
Wir acht sollten zu den Panzergrenadieren nach Küstrin versetzt werden. Und dabei waren wir so dämlich! Sie hatten uns gar nicht das Grüßen gelernt, weil sie gemeint hatten, sie müßten uns verstecken. Und jetzt sollten wir alleine nach Küstrin!
Einen ganzen Tag lang mußten wir auf dem Kasernenhof aneinander vorbeimarschieren, um das militärische Grüßen zu erlernen. Dann erhielt einer von uns die Papiere und die Verantwortung für den kleinen Trupp und wir marschierten zum Bahnhof. Gefahren wurde man nicht. Ich habe auch gar nicht viel Fahrzeuge in der Kaserne gesehen und kaum eines der schweren Beiwagenkräder mit einem MG darauf. Wer damit gegen den Feind geschickt wurde, der konnte seine drei Kreuze machen.
In Berlin mußten wir umsteigen. Es war alles gut gegangen und wir erlaubten uns sogar einen kleinen Stadtspaziergang. Grüßen konnten wir ja nun schon ganz gut. Es war am 21. August 1942.



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